Der Schutz der Armen und Schwachen – und damit zusammenhängend die Bewahrung der Schöpfung – zieht sich wie ein roter Faden durch die Bibel. Deshalb haben die beiden Arbeitsgemeinschaften Interaction/StopArmut und AKU der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA schön länger ihre Unterstützung für die Konzernverantwortungsinitiative bekanntgegeben. Die SEA bekräftigt im Hinblick auf die Abstimmung vom 29. November dieses Engagement.

 

Die Konzernverantwortungsinitiative verfolgt im Kern zwei Ziele: den Schutz der Menschenrechte und der Umwelt. Die meisten Unternehmen mit Sitz in der Schweiz nehmen ihre diesbezügliche Verantwortung wahr. Wenn aber einzelne von ihnen durch unverantwortliches Handeln im Ausland die Gesundheit von Menschen gefährden oder die Natur zerstören, missachten sie zentrale Prinzipien unseres Rechtsstaates und zugleich zentrale biblische Anliegen.

 

Gott ergreift in der Bibel immer wieder Partei für die Armen, Benachteiligten, Ausgestossenen und Unterdrückten – und fordert uns dazu auf, es ihm gleich zu tun. Jeder Mensch ist als Ebenbild Gottes ein Geschöpf mit Wert und Würde. Der Auftrag der Nächstenliebe geht zudem mit der Sorge für die gesamte Schöpfung einher, denn: ohne intakte Umwelt kein menschenwürdiges Leben. Die dem Menschen in der Bibel anvertraute «Herrschaft» über die Schöpfung bedeutet nach alttestamentlichem Verständnis «im Dienst (der Schöpfung) stehen» und bringt die Verantwortung mit sich, Leben zu ermöglichen und Gerechtigkeit zu fördern.

 

Vor diesem Hintergrund setzt sich die SEA durch ihre Arbeitsgemeinschaften StopArmut und AKU für die Konzernverantwortungsinitiative ein. Matthieu Dobler Paganoni, Geschäftsleiter Interaction/StopArmut, sagt dazu: «Die Konzernverantwortungsinitiative ist wichtig, weil sie uns deutlich vor Augen führt, dass Ursachen von Armut und globaler Ungerechtigkeit auch bei uns in der Schweiz zu finden sind. Wir setzen uns für die Initiative ein, weil sie eine konkrete Möglichkeit bietet, sich für gerechtere Strukturen und die Schöpfung zu engagieren.»

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Theologische Begründung von «Kirche für Konzernverantwortung»