Hat der Schrei der Durstigen und Hungrigen am anderen Ende der Welt tatsächlich etwas mit meinem Leben zu tun? Die Sensibilisierungskampagne «StopArmut» fordert mit dem neu herausgegebenen Kurs «Just People» heraus, sich den grossen globalen Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit zu stellen.

 

«Niemanden zurücklassen»: Das ist die grosse Vision hinter den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals SDGs) – und es ist auch der Auftrag der Menschen, die sich am Vorbild von Jesus Christus orientieren. Der überarbeitete Kurs «Just People» von StopArmut lädt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer Entdeckungsreise ein, welche die Zusammenhänge des heutigen Weltgeschehens besser verstehen lässt und vielfältige Anstösse für die Reflexion des eigenen Lebensstils gibt. Da geht es zum Beispiel um die Essgewohnheiten oder die Auswirkungen des Konsums auf die begrenzten Ressourcen.

 

Der Kurs eignet sich ideal für Gruppen jeglichen Alters, sei es im privaten Rahmen oder an Veranstaltungen, um gemeinsam Gerechtigkeitsfragen auf die Spur zu kommen. Die Themen sind in sieben Kurseinheiten gegliedert, die neben praktischen Tipps und Hinweisen vor allem auch zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Inspiration animieren. Die Einheiten lassen Spielraum zur individuellen Gestaltung, um auf die Bedürfnisse und Erfahrungen des Einzelnen eingehen zu können.

 

Letztlich stellt sich uns die Frage: Sind wir «just people»: «nur Menschen», deren Taten sowieso nichts verändern, oder «gerechte Menschen», die sich für eine gerechtere Welt einsetzen? Der «Just People»-Kurs, der von StopArmut zusammen mit ihrer deutschen Partnerinitiative «Micha» komplett überarbeitet worden ist, hilft in einer neuen und frischen Weise, den Blick für die Schwächsten dieser Welt zu weiten und sie nicht «zurückzulassen».

 

Gerecht leben – gemäss biblischem Zeugnis

Gerechtigkeit ist kein Nebenthema der Bibel. Im Alten Testament weisen der Auszug aus Ägypten sowie die Botschaft der Propheten auf einen Gott hin, der sich für die Unterdrückten einsetzt. Im Neuen Testament kommt Gott in den Worten und Taten Jesu den Armen in besonderer Weise nahe. Dass in der Bibel die Armen unter einem besonderen Schutz Gottes stehen, lässt darauf schliessen, dass die Theologie und die Kirche Partei ergreifen und ihre Stimme erheben sollten, sobald das Leben in Gefahr steht. Gerechtigkeitsfragen gehören zu den Themen, denen sich Christinnen und Christen heute stellen müssen.

Kontakte
Lukas Gerber
Koordinator für Theologie und Bildung StopArmut
Tel. 077 520 72 07
lukas.gerber@stoparmut.ch

 

Matthieu Dobler Paganoni
Geschäftsführer INTERACTION & StopArmut
Tel. 076 580 21 41
matthieu.dobler@interaction-schweiz.ch

 

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