Weltweit wird im September die SchöpfungsZeit gefeiert. Der Verein «oeku Kirche und Umwelt» empfiehlt den Schweizer Kirchgemeinden, in diesem Jahr mit dem Slogan «Und siehe, es war sehr gut» den Sehsinn zu thematisieren – im Rahmen einer mehrjährigen Reihe zu den fünf Sinnen.

 

Der Sehsinn, den wir unseren Augen verdanken, ist ein Wunderwerk der Natur. Rund 80 Prozent aller Informationen aus der Umwelt nehmen wir durch den Sehsinn auf. Um den Sehsinn geht es in vielen biblischen Geschichten. Gott selbst nimmt die Schöpfung als sehr gut wahr (Gen 1,31) – zumindest unmittelbar nach der Erschaffung der Welt. Und Gott sieht bis hinein in den Mutterleib (Ps 139,16). Umgekehrt erkennen die Menschen Gott und Gottes Willen oft nicht (Jer 5,21). Jesus spricht seine Jünger selig, weil sie das Kommen des Gottesreiches erkennen (Mt 13,16). Jesus macht Blinde sehend – im wört­lichen und übertragenen Sinn.

 

Wer das Wunder der Schöpfung sieht, sieht unweigerlich auch deren Zerstörung durch uns Menschen – in der Abnahme der Biodiversität, der Zersiedelung der Landschaft und der sich zuspitzenden Klimakrise. Schönheit und Leid der Schöpfung wahrzunehmen und für ihren Fortbestand einzutreten sind die Ziele der SchöpfungsZeit zum Sehsinn.

 

Die oeku stellt eine Arbeitsdokumentation mit Predigtimpulsen, einer Sammlung liturgischer Texte und Lieder, Ideen für Gottesdienste und Meditationen, Exkursionen, Aktionen mit Kindern und Jugendlichen sowie grund­legende Informationen zum Sehsinn undHinweise auf weiterführende Materialien und Kontakte.

Veranstalter
oeku Kirche und Umwelt
Schwarztorstrasse 18
3001 Bern
Tel. 031 398 23 45
info@oeku.ch